Baby bitte mach Dir nie mehr Sorgen um Geld, gib mir nur Deine Hand ich zeig dir morgen die Welt.

Kuching - Orang Utan Rehabiltationscenter

Orang Utan - Semenggoh wildlife center
Orang Utan - Semenggoh wildlife center

Herzlich Willkommen in Borneo

In Kuching übernachteten wir das erste Mal in einem Homestay. Genauer genommen bei Moi zu Hause im Travellers Homestay, wo man sich tatsächlich direkt wie zu Hause fühlt. Über einem Chinesischen Restaurant hat Moi ihre Unterkunft, was sie hegt und pflegt und für alle den Aufenthalt unglaublich herzlich gestaltet. Mit vielen Tipps und Reiseideen, steht sie zur Seite und hilft wo sie kann.


Mit Kuching startete unser Abenteuer Borneo und mit etwas Abstand kann ich sagen, es war ein wirklich tolles Abenteuer mit wundervollen Erfahrungen, Menschen, Tieren u.v.m.


Ich liebe Borneo und Kuching. Die Leute sind unwahrscheinlich freundlich und hilfsbereit und vor allem muss man sich erstmal daran gewöhnen, wenn man nach der Herkunft gefragt wird, dass nicht gleich eine Verkaufsidee dahinter steckt, sondern die Menschen wirklich an dir als Person interessiert sind. Hier ist man weit weg von Kommerz und Touriabzocke sondern viel näher an Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und Interesse. Wir waren schon in vielen Ländern, aber es ist das erste Mal, dass man das Gefühl bekommt, nicht als potentieller Geldautomat gesehen zu werden. 


Mit reichlich Verspätung, da unser Flug gecancelt wurde, kamen wir in Kuching an. Am Abend gingen wir zur Waterfront, welche voll von Lichtern in vielen Farben leuchtete. Außerdem aßen wir hier die beste Lacksa Malaysias, bis wir am nächsten Morgen die von Moi probierten.


Da wir für unsere weiteren Unternehmugen noch die richtige Kleidung benötigten, führen wir am nächsten Tag erstmal in eine riesige Mall. Dort fanden wir nach einiger Suche und inkompetentem Personal doch noch die richtige Hose zum Wandern in tropischen Gebieten. Gar nicht so einfach hier etwas zu finden. 


Den restlichen Tag gammeln wir ein wenig herum, und gingen früh schlafen. Am nächsten Tag sollte es in früher Morgenstunde los gehen, da wird dem Semenggoh Wildlife Center einen Besuch erstatten wollten. Doch das frühe Aufstehen zahlte sich nicht aus, denn es regnete in Strömen. Da Orang Utans mit unserer DNA zu 96,4% übereinstimmt, haben auch sie wenig Lust ihre Nahrung bei Regenschauer zu sich zu nehmen. Oder sich überhaupt unter freier Fläche draußen aufzuhalten. In dem Rehabiltationscenter gibt es zwei Fütterungszeiten. Die eine morgens um 9Uhr, die andere nachmittags gegen 15Uhr. Es ist nicht gesagt, dass die Tiere zu den Fütterungen erscheinen, denn sie sollen sich in erster Linie im Dschungel selbst versorgen, doch zu diesem Zeitpunkt begann die Trockenzeit. Es ist also immer schwieriger Nahrung im Dschungel zu finden. Daher kommen die Orang Utans schon eher zu den Fütterungen. Viele Tiere wurden von Einheimischen als Haustiere gehalten, so dass sie sich an das wilde Leben in Freiheit gewöhnen müssen. 


Da in Malaysia viel Dschungel zu Gunsten von riesigen Palmplantagen weichen muss, fehlt den Tieren der Lebensraum. Auch auf Grund von dieser Tatsache, sind die Tiere immer mehr vom Aussterben bedroht und finden sowohl hier, als auch in Sepilok eine super Auffangstation.


Wir trafen genau die richtige Entscheidung erst später zu fahren, da sich morgens ausschließlich zwei der großen Kuscheltieren blicken ließen. Wir hatten mal wieder Glück und bekamen sechs, inklusive Baby zu sehen. Außerdem zeigte sich Richy "the big one".  Wenn er kommt, muss man kurzfristig die Anlage verlassen, da er unberechenbar ist und über Kräfte von etwa 10 ausgewachsenen Männern verfügt. Wenn er schlechte Laune hat, sollte man ihm wohl eher nicht zu nahe treten. Die Pfleger durcheinander ihn auf Grund des Artenschutzes nicht töten, sondern bloß betäuben und dann kann es eventuell schon zu spät sein.


Wir hatten Glück. Er kam, war lässig und entspannt, poste vor sei er Mahlzeit kurz für die Kamera und ließ sich dann genüßlich die Bananen und Ananas schmecken. 


Das Wildlife Center war super toll. Man kommt den Tieren unheimlich nah, ganz ohne Absperrung oder Glasscheibe. Sie klettern wild über einen her, laufen vor einem herum und scheinen, wie Richy, ab und zu für ein Schnappschuss zu posieren. Dabei schauen Sie einem direkt in die Linse. Smarte, tolle Tiere, die auf einem guten Weg sind, sich im Dschungel selber zurecht zu finden.


In dem Center gibt es im Übrigen auch Krokodile, zum Glück aber hinter Glas. Denen möchte ich ungerne auf einem Meter ohne Absperrung begegnen.


Mit vielen tollen Eindrücken und vor allem Fotos, ging es zurück zu Moi und am nächsten Tag nach Bako, einem Nationalpark, am Meer gelegen. Neue Eindrücke warten auf uns.

Orang Utans im Semenggoh Wildlife Center
Orang Utans im Semenggoh Wildlife Center
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Perhentian Kecil - Traumstrand zum Entspannen

Traumstrand der Insel Perhentian Kecil
Traumstrand der Insel Perhentian Kecil

Ein Ort zum Entspannen

Die Weiterreise zu den Perhentians war eine einzige Tortur. Man sagte uns, für die Fahrt benötigte man etwa fünf Stunden. Das war eine glatte Lüge und eine bewusste Täuschung, denn alle Leute, mit der gleichen Route, berichteten das Gleiche. 


Morgens um 8 Uhr sollte es los gehen. Wir fuhren einen riesen Umweg, um zwei andere Reisende vom Tama Negara abzuholen und wechselten zwischenzeitlich den Bus. In einem engen und heißen Minivan ging es 8 Stunden bis zum Pier, wo unsere Fähre los fahren sollte. 


Um halb fünf sollte diese starten, gegen 18 Uhr fuhren wir wirklich weiter. Um halb 8 Kamen wir auf der Insel Perhentian Kecil an und mussten uns auf die Suche nach einer Unterkunft begeben. Wir hatten einen groben Plan und fanden recht schnell das Tropicana Inn. Ein wenig teurer,  aber durchaus erschwinglich. 


Wir hatten auf der Reise Kilian und Konrad kennen gelernt,  mit denen wir essen gingen und die Anfahrt mit Rum und Cola celebrierten. Da Bier in Malaysia recht teuer ist, mussten wir auf Rum umsteigen. 


Den nächsten Tag verbrachten wir am Strand, in dem schönen satten Türkis ließ es sich super schwimmen. Der weiße Sand leuchtet so sehr in der Sonne, ein wunderschönes Naturereigniss!


Abends trafen wir auf Jeanny. Sie hatte David im Schlepptau,  ein Reisender, der seit sechs Jahren durch die Weltgeschichte tingelt. Er schreibt ebenfalls einen Blog, wer interessiert ist, kann gerne mal ein bisschen stöbern. 


Www.davidcdagley.blogspit.com


Ein sehr interessanter Mann mit vielen tollen Geschichten. Wir verbrachten den Abend in einer großen Gruppe beim Essen und später in einer Bar am Strand. Um halb 4Uhr morgens wurde uns die Sitzgelegenheit unterm Hintern weg geklaut. Aber irgendwann muss man ja mal schlafen. 


Am nächsten Tag fiel unser Schnorcheltrip wegen schlechtem Wetter aus. Dies kam uns ganz gelegen, da wir ein bisschen müde waren. So schliefen wir in dem wunderbaren weißen Sand bei Wellenrauschen und chilliger Musik im Hintergrund am Strand. Abends gab es in der Ombak Bar Openair Kino mit dem Film Heart of Sea. Die Potato Wedges sind dort sehr zu empfehlen. Die Atmosphäre ist super schön unter den Sternen, es ist warm und die Sitzgelegenheiten bieten richtiges Wohlfühlfeeling. Da Jeanny und einige andere abgereist waren,  verbrachten wir den Abend alleine.


Am nächsten Morgen saßen schon Daphne und Ewilin, auch aus den Camerons, in unserem Hotel und schlossen sich spontan unserer Schnorcheltour an. Wir verbrachten den Tag gemeinsam auf dem Boot und später erneut im Openair Kino. Filme gucken war auch mal wieder ganz nett nach so langer Zeit ohne TV. Klar hat man oft Fernseher auf den Zimmern, aber die nutzten wir nie.


Den letzten Tag verbrachten wir mal wieder am Strand und stiegen abends auf den View Point hinauf. Von dort ist die Aussicht wirklich toll,  allerdings ausschließlich auf den Nordteil der Insel. Sehr erschreckend ist, dass auf der gesamten Insel der Strom durch laute, Benzin fressen und Abgas erzeugen Gerneratoren produziert wird. Auf dem View Post stehen Windmühlen und ein ganzes Feld an Solartechnick. Alles ungenutzt und nicht mehr angeschlossen. Teilweise sogar sehr verwittert. Es ist so viel umweltschonender und keiner weiß, warum diese Energiequellen brach liegen. Was für eine Verschwendung und Verletzung der Natur. 


Auf unserer Reise, vor allem durch Asien, sieht man immer wieder, welche Probleme es mit Müll und Verschmutzung gibt. Die Einheimischen schmeißen alles auf den Boden und die Touris lassen abends ihre Dosen am Strand stehen, inklusive Zigaretten im Sand. Ich persönlich möchte nicht in den vom Wind weggewehten Dosen schwimmen und mich nicht am nächsten Tag in die Zigaretten legen. Wenn schon die Einheimischen kein Bewusstsein dafür haben, sollte man als Besucher mit seinem Wissen und seiner Bildung zumindest seinen Scheiß weg räumen. 


Fünf Nächte hatten wir auf der Insel. Perfekt zum ausspannen in schönen Umgebung. Perhentians kann ich auf jeden Fall weiter empfehlen. Es gibt zwei Inseln der Perhentian Gruppe. Die eine ist größer uns heißt Perhentian Bersar und unsere Kleine Perhentian Kecil. Die große Insel ist wohl eher für ältere Leute, zumindest haben das die Jenigen berichtet, die dort gewesen sind. Um 8 Uhr abends werden die Bürgersteige hochgeklappt,  oder der Sand eingesammelt, was eben da ist.


Am nächsten Tag sollte unser Borneo Abenteuer auf uns warten. Mit Orang Utans und vielem mehr! Wir sind so gespannt! 

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Cameron Highlands - Teeplantagen

Cameron Highlands,  Boh Tea Plantage
Cameron Highlands, Boh Tea Plantage

Teeplantagen in den Camerons


Mit vier Stündigen Verspätung,  kamen wir endlich an. Schon auf dem Weg in die Highlands konnte man sehen, wie sich die Vegetation veränderte. Es wurde schlagartig kälter, Palmen wichen dem Regenwald und ringsherum waren die Straßen von saftigem Grün umgeben. Endlich mal nicht schwitzen. 


Wir hatten uns nach viel Sucherei im Travelers Inn eingemietet und hatten dort ein echt schönes Zimmer mit Balkon. Die Atmosphäre ist super angenehm und man lernt viele nette Leute kennen. Es gibt sowohl Dorms, als auch Privatzimmer und für die Camerons sogar recht günstig. Da es wohl im Lonely Planet steht, ist es ratsam vorzubuchen, denn es ist oft sehr schnell ausgebucht. Wir buchten direkt für den nächsten Tag eine ganztägige Tour und gingen abends gemütlich indisch essen.


Am nächsten Morgen sprach uns im Supermarkt eine deutsche junge Frau an, die genau wie wir noch Wasser kaufen wollte. Uns siehe da, sie saß im gleichen Jeap, um mit uns die Tour in den Highlands zu starten. So lernten wir Jeanny kennen.


Zunächst fuhren wir zu den noch im Nebel gelegenen Tee Plantagen. Dadurch, dass es noch früh war und die Sonne noch nicht hoch stand wirkte das dunkle Grün der Plantage, inklusive Nebel und dem tief einstrahlenden Licht, mystisch und verzaubernd. Unser Guide ließ und an einer Stelle heraus, so dass wir ein wenig durch Plantagen laufen konnten. Später sammelte er uns wieder ein, um uns auf den höchsten Berg der Umgebung zu bringen. Das war eher unspektakulär, aber ganz nett. 


Nach der Aussichtsplattform ging es in den Mossy Forst, in dem die Bäume tatsächlich über und über mit Moos bedeckt sind. Das sieht sehr beeindruckend aus! Unser Guide erkläre uns viel, wir sahen fleischfressende Kannenpflanzen und uns wurden Blätter zum Probieren gegeben. Was das wohl war. Zunächst zerrieben wir die Blätter und der Geruch war so intensiv süß und vor allem bekannt. Beim Probieren wurde klar, es handelt sich um Zimt. Wer hätte das gedacht und Naturerlebnis pur. Super spannend. 


Mittags ging es wieder Richtung Tee Plantage, allerdings ist diese so riesig, dass man dort einige Weile entlang fahren kann. Wir fuhren zu Boh Tea, wo man eine kleine Fabrik anschauen, sich einen Werbefilm zu Gemüte führen und an einer Aussichtsplattform einen Tee zu sich nehmen konnte. Inzwischen war das Grün der Plantage durch die hochstehende Sonne unglaublich saftig und leuchtend. 

Das war auch schon das Highlight der Tour. Den Rest hätte man sich sparen können.


Es ging außerdem zu einer Schmetterlingsfarm, einer Erdbeerfarm, einem local Market, bestehen aus drei Ständen und einem Kaktuspoint, was aber alles eher wie ein Großmarkt aussah. 


Die Halbtagestour ist genau ohne diesen ganzen unsinnigen Kram. Dadurch, dass wir so gute Gesellschaft hatten und den ganzen Tag nur noch quatschend durch die Gegend liefen, als uns den Unsinn anzuschauen, war es einfach schön Zeit mit einander zu verbringen. 


Und weil es so schön war,  trafen wir uns abends alle zum Essen wieder. Da wir die einzigen waren, die zwei Nächte blieben, hieß es erstmal wieder verabschieden. Vor allem hofften wir Jeanny,  Sack und Landra nochmal wieder zu sehen. Das Kanadische Pärchen ist ebenfalls länger unterwegs und haben noch etwa drei Monate vor sich.


Am nächsten Tag liefen wir an der Staße entlang 6km zur nächsten Teeplantage. Die war zwar nicht so schön wie die andere, aber auch ganz nett. Eigentlich waren wir auf der Suche nach einen Dschungel Trail, aber den gibt es anscheinend nicht mehr. Trail 1- 5 sind noch sehr belebt und man kann tolle Touren laufen, unser Trail 13 war zwar ausgeschildert, verlief allerdings ins Nichts. Also sollten wir den ganzen Weg wieder zu unserem Hotel hoch laufen müssen. 


Vorher hatten uns andere Reisende erzählt, dass es in Malaysia wahnsinnig einfach wäre zu trampen, also wollten wir unser Glück versuchen. 

Wir gingen die Straße entlang und hielten die Hand heraus. Und siehe da, der dritte Wagen hielt direkt an. Ein sehr nobler Malaye, welcher eine englische CD hörte, wie man viel Geld verdient. Er fuhr uns bis zu unserem Hotel und da er sehr Fußballbegeistert ist, freute er sich zwei Deutsche fahren zu können. Sehr witzig und eine ganz neue Erfahrung. Das erste mal Trampen. Zwar nur 8km, aber hey, das zählt. 

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Penang - Streetart vom Allerfeinsten

Eine Stadt für Kunstliebhaber

Streetart in Penang
Streetart in Penang

In Penang gibt es einiges zu erleben und erkunden. Es ist die perfekte Mischung aus allem. Kultur, Siehtseeing, Badeurlaub, entdecken und wandern. 

Im Norden gibt es in Ferrringhi einen Badeort, den wir jedoch nicht besucht haben. Er wird überall angepriesen als der Strand schlechthin, wenn man sich jedoch die Wasserqualität um Penang anschaut,  inklusive Müllproblem und mit Einheimischen über das Baden auf dieser Seite spricht, wird einem schnell klar, dass man dort nicht baden möchte. Um Penang riecht es an der Küste oft sehr streng und ich persönlich möchte in dieses Wasser nicht eintauchen. Das muss am Ende wie immer jeder für sich selber entscheiden und austesten. 

Das gleiche wie für Penang soll für die nächstgelegene Insel Langkawi gelten. Von vielen wird sie im Internet und auf Blogs als die Trauminsel angepriesen, doch auch hier berichten Einheimische das Gegenteil. Wir entschieden uns, das Badevergnügen zu vertagen. 

Für Kulturelles sorgt der Kek Lok Si Tempel und George Town als alte englische Kolonialstadt. Beides ist auf jeden Fall ein Besuch wert. George Town hat mich wahnsinnig beeindruckt. Es gibt zur Freude des Geldbeutels, einen kostenfreien Bus in der Altstadt. Der Cat Bus kurvt durch einige Ecken George Towns und eine Map mit den Haltestellen ist easy im Internet zu finden. In Penang gibt es außerdem mal wieder Hopp-on Hopp-off. Dieser Bus fährt alle wichtigen Sehenswürdigkeiten ab. Es gibt zwei Stecken. Die eine Strecke grast den Badebereich im Norden ab, die andere führt zu den Penang Hills, wo man gut wandern kann (vorsichtig vor angriffswütigen Affen), zum Kek Lok si Tempel und Richtung George Town. 

George Town ist für seine Streetart bekannt. Es gibt eine Map, auf der alle künstlerischen Werke festgehalten sind und die man perfekt abgehen kann. Über einen Jungen auf einem Motorrad, mit echtem Motorrad, zu einer riesigen Katze, bis hin zu Kindern auf echten Schaukeln, findet man jede Menge Kunst zum mitmachen und zum selber Kunstwerk werden. Wir liefen die Strecke ab und es machte richtig Spaß, die Bilder zu suchen und zu entdecken. Einige sind ganz schön versteckt und man stolpert eher zufällig darüber. 

An der Westküste gibt es einen Pier gebaut auf uralten Stelzen. Die Leute haben dort teilweise riesige Wohnungen für die ganze Familie und man kann hier viele Ecken und Nebengassen erforschen. Total spannend, aber auch stinkend.

Ein Muss in Penang ist das Museum Time Tunnel. Es sorgt für Informationen über die Geschichte Penangs, aber auch für jede Menge Spaß auf der oberen Etage, mit Kunst und Bildeffekten. Wenn man eine Stunde vor der Schließung kommt, ist man fast alleine und die Mitarbeiter nehmen sich richtig viel Zeit für gemeinsame Kunstprojekte. Man darf hier Darsteller sein und wird mal wieder Teil der Kunst. Es hat riesig Spaß gemacht und die Bilder sind gigantisch!

Die Stadt sorgt für kulinarischen Hochgenuss. Überall bekommt man für kleines Geld leckeres Essen. Direkt hinter unserem Hotel befand sich das Red Garden Paradies, ein Food Court vom Allerfeinsten. Hier gibt es die beste Laksa der Stadt und neben Nasi Lemak, Suppen, Dumplings und so ziemlich alles was die asiatische Küche hergibt. 

Wir waren dort jeden Abend essen und sehr zu empfehlen ist der Lime Juice. Es gab Live Musik, mal einheimisch, mal englisch, aber egal auf welcher Sprache, die Künstler hatten eine wahnsinns Stimme. 


Wenn man aus Penang weiter fahren möchte, ist Busfahren eine gute Alternative. Am Komtar Busbahnhof gibt es einige Argenturen, die eine Weiterreise anbieten. Unter keinen Umständen sollte man das Unternehmen ganz rechts nehmen,  da diese am schlechtesten im Internet bewertet sind und wir das direkt in voller Breite zu spüren bekamen.


Wir waren morgens um halb 9 vor Ort, um den Bus um 9.15 Uhr zu nehmen. Um 9 Uhr bekamen wir gesagt, dass unser Bus kaputt sei und wir erst um 12.30 fahren können. Wir sollten unsere Sachen hier lassen und raus gehen. Die Malls machten allerdings erst um 10 Uhr auf und mir ging es ziemlich bescheiden, da ich immer noch Durchfall von einer Suppe aus Kuala Lumpur hatte. Quasi beschissene Situation. 

Es wäre auch schön gewesen, wenn wir um 12.30 hätten fahren können. Das Ende vom Lied war, dass wir um 13 Und abgeholt wurden, um den 20 Minuten entfernten eigentlichen Bahnhof anzusteuern und dort gegen 14 Uhr zu starten. Die ältere Dame in der Argentur war obendrein super unfreundlich und während wir drinnen saßen kam eine weitere Gruppe herein, die mit diesem Unternehmen Schwierigkeiten hatte. 

Wir vermuten, da wir nur drei Leute waren, dass der Bus nicht kaputt war, sondern dies als Vorwand vorgebracht wurde, um nicht drei Leute kutschieren zu müssen. Wir waren in Malaysia mit dem Transportmittel nicht ganz so glücklich, wie in anderen Ländern. 


Übrigens eine gute Fortbewegungsart in vielen Ländern ist Uber. Das schöne ist, es ist billiger als normale Taxen und man braucht kein Bargeld oder Trinkgeld geben. Es wird von der Kreditkarte abgebucht und ist sehr sicher, selbst in zweifelhaften Gegenden. Bisher hatten wir immer Glück und sind in richtig fetten Karren gefahren.

In Deutschland ist es, so viel ich weiß illegal, wird aber trotzdem weiter betrieben, da die Strafen für das Unternehmen geringer ist, als die Einnahmen. 

In Penang haben wir Uber benutzt, um zu einer Abgelegenen Mall zu fahren, da unser Tablet den Geist aufgegeben hat und wir einen Samsung Store aufsuchen wollten. Leider ohne Erfolg und so tippe ich weiter fleißig meine Texte auf dem Handy. T9 macht mich wahnsinnig, aber ohne dauert es noch viel länger. Da wird aus Nebengassen mal eben Nebenkosten und sorgt beim Lesen für ein wenig Verwirrung. 

Bildeffekten im Time Tunnel - Penang
Bildeffekten im Time Tunnel - Penang
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Kuala Lumpur - modern und fortschrittlich

Schickes Kuala Lumpur

KL Tower
KL Tower

Anfahrt nach Kuala Lumpur (KL)

In Malaysia einreisen ist als Deutscher super einfach. Man kommt am Flughafen an, muss keine lästigen Blätter im Flugzeug ausfüllen (was geht die Leute auch mein Beruf an), sondern geht direkt zum Schalter, um seinen neuen Stempel im Empfang zu nehmen. 


Am Flughafen wollten wir erst einmal etwas essen, da unser Hotel nicht gewillt war, uns trotz inklusivem Frühstück, abends vor der Anreise ein Sandwich zuzubereiten. Also kamen wir mittags halb verhungert am Flughafen an und setzten uns gemütlich in ein nettes Fast Food Restaurant. Dort hatten wir Internet und konnten recherchieren, wie man vom Flughafen nach Downtown gelangt.. 


Es gibt einen Zug, welcher etwa 30 Ringit pro Person kostet (45 RM sind etwa 10€). Desweiteren fahren Busse, welche genauso schnell sind, wie das überteuerte Taxi und man zahlt etwa die Hälfte des Zugtickets. Die Haltestelle ist im gesamten Flughafenbeteich ausgeschildert, so dass man den Bus nicht verfehlen kann.

Von dort aus fuhren wir etwa 45Min. bis zur Sentral Station (sie wird tatsächlich "S" geschrieben), von welcher es mit dem Taxi weiter zum Guesthouse ging. 


In KL lohnt es sich, außerhalb des Flughafens, das Taxi als Transportmittel zu nutzen. Vor allem wenn man zweit unterwegs ist. Es gibt zwei verschiedene Taxen. Die Blauen und die Rot - Gelben. Die Blauen starten bei 6RM und steigen je Km um 0,2RM. Die anderen kosten genau die Hälfte. Also, immer nach den Rot - Gelben Taxen Ausschau halten. Viele Taxifahrer wollen einen mit Taximeter nicht mitnehmen, man wartet jedoch nie länger als fünf Minuten auf ein solches Taxi.


Wir kamen mittags in unserem Guesthouse an und hatten, entgegen unserer "1 - Nacht - Philosophie", drei Nächte im Voraus gebucht. Das Guesthouse hatte Top Bewertungen, auf die ich seit dem nichts mehr gebe.


Das Zimmer war schön eingerichtet, aber total dreckig. Haare im Bett, tote Kakerlaken mit Kaugummis im Fenster, alle Spiegel fast bis zur Unkenntlichkeit verschmiert und Schimmel im Bad. Wir haben schon in den verschiedensten Dreckslöchern geschlafen, aber für den Preis und unter den Voraussetzungen, war ich nicht bereit dies so hinzunehmen. Ich holte den Rezeptionisten dazu und zeigte ihm das Desaster. Er entschuldige sich vielmals und ließ das Zimmer, während wir die Stadt besichtigten, blitze blank putzen. Danach war es gut, nur Schimmel ist eben Schimmel. Da wir uns, wie wir dachten, nicht allzu viel im Bad aufhalten wurden, sollte es gehen.

Siehtseeing in KL

Kuala Lumpur ist eine hoch moderne Stadt, der es an nichts fehlt. Sie verfügt über eine stylische Skybahn, vielen tolle Hochhäusern, hochmoderne Malls, viel Abwechslung, integrierte natürliche Ressourcen und durch den stetigen Wandel über viele Baustellen. Eine wahnsinns Stadt. 


Der KL Tower und die Petronas Tower waren zu Fuß etwas eine viertel Stunde von unserem Guesthouse entfernt. Grundsätzlich ist alles sehr nah beieinander, so dass man vieles zu Fuß bewältigen kann. Wir machten uns auf unseren Weg um beides zu besichtigen. Besonders beeindruckend fand ich die Petronas Towers. Wir sind nicht hoch gefahren, denn wir hatten gelesen, dass sich die Aussicht von dort nicht lohnt. Umgeben von Hochhäusern, wird die Sicht sehr verdeckt. Also recherchiert wir für den nächsten Tag, von wo aus man eine gute und günstige Aussicht hat.


Doch erstmal verbrachten wir den Abend in China Town in der Petalling Street, einer Shoppingstraße im asiatischen Sinne. Cheape Taschen und Uhren werden einem von handelwütigen Indern quasi aufgedrängt. Nach dem Getümmel aßen wir Nudelsuppe am Straßenrand. Später nahmen wir von dort ein Taxi zurück, um in unser frisch geputztes Zimmer erneut einzuziehen. 


Am nächsten Tag machten wir eine Hopp-on Hopp-off Tour und die war wirklich interessant. Von Little India, zur Nationalmoschee,  dem Central Market der riesen Mall Pavillon, bis hin zum Mardeka Square mit der riesigen Fahne, sahen wir an einem Tag wahnsinnig viel.

An der Nationalmoschee gibt es ein islamisches Kunstmuseum, was definitiv ein Besuch wert ist. Dort verbrachten wir rund zwei Stunden und schauten uns die Geschichte des Islams in Malaysia an.


Abends ging es erneut zu dem Petronas Tower und liefen von dort aus zur Heli Bar.

Das ist eigentlich ein Hubschrauberlandeplatz, welcher abends zu einer Bar umfunktioniert wird. Man muss einen Drink kaufen, um auf die Plattform zu gelangen, doch mit 8€ pro Cocktail, ist es immer noch billiger, als alle anderen Aussichtspunkte. Oder man macht es wie Jeanny,  eine Reisende aus dem Camerons und crasht einfach ein Hotel im 36. Stock. 


Für uns hat sich die Heli Bar (http://www.timeout.com/kuala-lumpur/bars-and-pubs/heli-lounge-bar) auf jeden Fall gelohnt. 

Wir liefen von dort zum Guesthouse und stolperte durch Zufall über die Jalan Alor, eine Straße mit chinesischen Touch, Lampions und jede Menge Essen. Auch wenn es nach Streetfood aussieht, ist es das nicht. Man zahlt hier im Verhältnis relativ viel und die Mitarbeiter der Restaurants sind sehr penetrant. 

Fahrt nach Penang

Am nächsten Tag wollten wir nach Penang, weil George Town, als alte englische Kolonialstadt, so toll sein soll.

Im Reiseführer steht, dass man ab der Pudu Bus Station abfährt. Wir fuhren also dort hin und wurden direkt auf der Straße angesprochen, wohin es gehen sollte. Mir schien es nicht ganz seriös und mein Bauchgefühl bestätigte mich. Wir gingen dem Typen dennoch hinterher und er brachte uns zu einem Ticketcounter. Dort sollten die Tickets rund 10RM mehr pro Person kosten, als wir eigentlich gelesen hatten. Die unfreundliche Frau hinterm Schalter versuchte uns dazu zu drängeln, die Tickets sofort zu kaufen, der Bus würde gleich los fahren. Doch wir drehten um und gingen zu der 100m weit entfernten Busstation. Dort fragten wir die Damen hinterm Schalter nach dem Bus, welche uns versicherten, dass von Pudu aus keine Busse mehr fuhren. Mann müsste mit der Metro ein bisschen weiter außerhalb fahren zur Salak Selatan Station. Das ist ein riesiger Busbahnhof, wo im halb Stunden Takt Busse nach Penang fahren und wir sicher und 10 RM günstiger los fahren konnten. Wir vermuten, dass dieses Unternehmen zu dem letzt genannten Bahnhof fährt, um dort die Kunden in die eigentlichen Busse zu verfrachten. Aber das wäre für 10RM mehr total überteuert. Man muss nicht jeden sein Geld hinterher schmeißen, nur weil man keine Ahnung hat. Mich nervt an vielen Städten sehr, dass man oft das Gefühl hat, übers Ohr gehauen zu werden.  Auf nach Penang!

Petronas Tower
Petronas Tower
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Phnom Penh - Nichts für schwache Nerven

Als Asieneinstieg nicht geeignet

Phnom Penh - Essen am Mekong
Phnom Penh - Essen am Mekong

Mit dem Gewusel Phnom Penhs muss man erst einmal klar kommen. Sobald man nach der fünf stündigen Anreise den Bus verläßt, stürmen mal wieder Tuk Tuk Fahrer auf einen ein. Damit Sie einen nicht gleich die Koffer unter der Nase weg reißen, um sie schon mal im Tuk Tuk zu platzieren, steht ein Gitter bereit, was die tollwütige Meute abhalten soll. Wir erwischten einen sehr netten Herrn, der nicht zu viel verlangte und uns umgehend zu unserem Hotel brachte. Schon auf der Fahrt bin ich 1000 Tode gestorben,  als wir eine riesige Hauptstraße passieren wollten und mitten auf der Fahrbahn anhielt, da auf der gegenüberliegenden Fahrbar der Verkehr zum erliegen gekommen war. Als ein Wagen links neben wir direkt auf mich zugeschossen kam, sah ich mein Leben schon in Bildern an mir vorbei ziehen. Aber natürlich schafften wir es noch über die Kreuzung, bevor ich das zeitliche segnen konnte,  schließlich schreibe ich ja gerade diesen Bericht. 


Es war schon recht spät, also zogen wir sofort los, um die Gegend zu erkunden und dem Mekong einen Besuch abzustatten. Doch erst einmal hatten wir Hunger und so machten wir uns auf die Suche nach Steeetfood. Relativ schnell fanden wir einen Local Market und oft gibt es in asiatischen Ländern gerade hier das beste Essen. Also, ab durch die Mitte und rein ins Getümmel. Dicht an dich drängten sich die Stände, teilweise mit Tüchern auf dem Boden und komplett mit Laken überdacht. Zu dem bereits heißen Außentemperaturen, staute sich die Hitze hier enorm und die Gerüche waren kaum zu ertragen. Die Gänge waren so schmal, dass keine zwei Personen nebeneinander passten, aber das hinderte die Motoradfahrer nicht die Gänge trotz zu benutzen. 

Aber das schlimmste waren die Gerüche.  Es lagen überall tote Fische ungekühlt mit blutigen Köpfen herum und die guten Damen hielten den Kunden die Toten Tiere zum anschauen entgegen. Ich bin nicht zimperlich, aber ich musste mir die Nase zuhalten und den Blick von all dem Blut wenden, sonst hätte ich sicherlich würgen müssen. 

Mit dem Gewusel Phnom Penhs muss man erst einmal klar kommen. Sobald man nach der fünf stündigen Anreise den Bus verläßt, stürmen mal wieder Tuk Tuk Fahrer auf einen ein. Damit Sie einen nicht gleich die Koffer unter der Nase weg reißen, um sie schon mal im Tuk Tuk zu platzieren, steht ein Gitter bereit, was die tollwütige Meute abhalten soll. Wir erwischten einen sehr netten Herrn, der nicht zu viel verlangte und uns umgehend zu unserem Hotel brachte. Schon auf der Fahrt bin ich mindestens 1000 Tode gestorben. Als wir eine riesige Hauptstraße passieren wollten und mitten auf der Fahrbahn anhielt, da auf der gegenüberliegenden Fahrbar der Verkehr zum erliegen gekommen war, sah ich mein Leben schon in Bildern an mir vorbei ziehen. In rasantem Tempo kam ein Wagen direkt auf uns zugeschossen. Aber natürlich schafften wir es noch über die Kreuzung, bevor wir das zeitliche segnen konnten, schließlich schreibe ich ja gerade diesen Bericht. 


Bei unserer Ankunft war es schon recht spät, also zogen wir sofort los, um die Gegend zu erkunden und dem Mekong einen Besuch abzustatten. Doch erst einmal hatten wir Hunger und so machten wir uns auf die Suche nach Steeetfood. Relativ schnell fanden wir einen Local Market und oft gibt es in asiatischen Ländern gerade hier das beste Essen. Also, ab durch die Mitte und rein ins Getümmel. Dicht an dich drängten sich die Stände, teilweise mit Tüchern auf dem Boden und komplett mit Laken überdacht. Zu dem bereits heißen Außentemperaturen, staute sich die Hitze hier enorm und die Gerüche waren kaum zu ertragen. Die Gänge waren so schmal, dass keine zwei Personen nebeneinander passten, aber das hinderte die Motoradfahrer nicht die Gänge trotzdem zu passieren. 

Aber das schlimmste waren die Gerüche. Es lagen überall tote, ungekühlte Fische mit blutigen Köpfen herum und die guten Damen hielten den Kunden die toten Tiere zum anschauen entgegen. Ich bin nicht zimperlich, aber ich musste mir die Nase zuhalten und den Blick von all dem Blut wenden, sonst hätte ich sicherlich würgen müssen. 


Nachdem wir den Markt durchquerte hatten, wollte ich dort nicht mehr. Zumindestens nicht in unmittelbarer Nähe. Also zogen wir durch die Seitenstraßen, fanden unseren leckeren Lauchteigbratling (keine Ahnung was es ist), eine Suppe und frische vietnamesische Frühlingsrollen. Mit voll bepackten Armen machten wir uns auf den Weg zur Waterfront des Mekongs. Dort breiteten wir uns aus und genossen die untergehende Sonne. Da das Bier vom Fass in Phnom Penh überall sehr günstig ist, waren wir genötigt einen kleinen Absacker zu trinken, um dann früh ins Hotel zurück zu kehren. Auf dem Weg ins Hotel trafen wir auf das holländische Pärchen aus Siem Reap. Sie gaben uns noch kurze Tipps für den kommenden Tag und so gingen wir getrennte Wege. 


Phnom Penh ist wie ganz Kambodscha sehr voll gemüllt. Die Leute schmeißen ihren Dreck einfach überall hin und so sieht die Stadt teilweise aus, wie eine riesige Müllhalde. Kommt man an dem Mekong, ist der erste Eindruck recht schön, schaut man hinter die Mauer,  liegen dort Tonnen von Plastik. Besucht man jedoch den königlichen Palast, ist dort natürlich alles auf Hochglanz poliert und die Bäume und Sträucher strotzen vor saftigem Grün. Wenn die Regierung weniger Geld in die Bewässerungsanlagen stecken würden und dafür mehr in Recyclingsysteme und Aufklärung, müssten die Leute nicht in ihrem eigenen Dreck leben. Als wir durch den Palast liefen, konnte ich es irgendwie gar nicht richtig genießen.

Killing Fields

Wir entschieden uns gegen einen Besuch der Killing Fields und damit vielleicht auch gegen die Geschichte Kambodschas. Wir besuchten morgens das Nationalmuseum Phnom Penhs und hatten bis zur Eröffnung des Königspalastes noch gute zwei Stunden Zeit. Wir überlegten zu den Killing Fields zu fahren, entschieden uns nach reichlicher Überlegungen dagegen, gingen zurück ins Hotel und schauten uns eine Dokumentation darüber an. Es ist wirklich schlimm, was damals passiert ist, aber mindestens genauso schlimm,  wie das was aktuell passiert. Die Killing Fields, wo damals durch die Roten Khmer Millionen Menschen starben, teilweise mit Äxten umgebracht wurden,  da Schussmonition zu teuer war, wurden privatisiert und an eine japanische Firma verkauft. Diese Firma versprach beim Kauf Teile der Einnahmen an wohltätige Zwecke zu spenden. Allerdings existiert diese Firma  unter der offiziellen Geschäftsadresse nicht und keiner weiß so richtig wo die Gelder hinfließen. Das ist meines Erachtens eine Demütigung für jeden einzelnen, der dort gestorben ist. 


Ich kann nur das wieder geben, was ich aus zweiter Quelle erfahren habe, ob es stimmt oder nicht, kann ich nicht beurteilen,  doch wenn es der Wahrheit entspricht, finden ich es unfassbar.


Unter anderem wurde in diesem Beitrag berichtet, dass alle Gelder aus dem Eintritt vor Angkor in private Taschen fließt.es kommen Millionen Besucher jeden Tag dort hin und zahlen US$20 pro Tag. Mit dem Geld könnte man dem Land so viel helfen und einige Probleme beseitigen. 


Es sind so viele Leute begeistert von Kambodscha, ich habe mich die meiste Zeit unwohl gefühlt. Es ist ein schönes Land, was gefühlt von der eigenen Regierung und von den dort lebenden Menschen, aus Mangel an Aufklärung zerstört wird. Die Leute dort sind wahnsinnig herzlich und trotz der Herzlichkeit hat der Besuch durch die anderen Dinge einen bitteren Beigeschmack. 


Wenn Phnom Penh die erste asiatische Stadt gewesen wäre,  die ich bereist hätte, wäre ich vollkommen überfordert von dem Gewusel gewesen. Als Asieneinstieg ist diese Stadt definitiv nicht geeignet. 

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Wer wir sind

Markus und Anja aus Mülheim an der Ruhr und Köln. Wir sind 32 und 31 Jahre alt, Mechatroniker und Physio und haben uns zum Ziel gesetzt die Welt zu entdecken.  Zumindest einen Teil davon und das, was in 7 Monaten sowohl zeitlich aus auch finanziell möglich ist. Viel Spaß beim mitentdecken. Wir freuen uns immer über Nachrichtem von zu Hause!

                                                                                            Geplant ist wie man in der Route schon lesen kann: Kuba, Mexiko, Brasilien, Argentinien, Chile, Bolivien, Peru, Thailand, Vietnam, Kambodscha, Laos und eventuell Myanmar. Wir sind schon ganz aufgeregt und freuen uns auf die vielen neuen Eindrücke. !

                                                                                            Sowas macht man nur ein Mal im Leben und auch wenn wir Freunde und Familie vermissen werden, freuen wir uns auf die freie Zeit.Viel Spaß beim mitentdecken. Wir freuen uns immer über Nachrichtem von zu Hause



Kuching - Orang Utan Rehabiltationscenter

Orang Utan - Semenggoh wildlife center
Orang Utan - Semenggoh wildlife center

Herzlich Willkommen in Borneo

In Kuching übernachteten wir das erste Mal in einem Homestay. Genauer genommen bei Moi zu Hause im Travellers Homestay, wo man sich tatsächlich direkt wie zu Hause fühlt. Über einem Chinesischen Restaurant hat Moi ihre Unterkunft, was sie hegt und pflegt und für alle den Aufenthalt unglaublich herzlich gestaltet. Mit vielen Tipps und Reiseideen, steht sie zur Seite und hilft wo sie kann.


Mit Kuching startete unser Abenteuer Borneo und mit etwas Abstand kann ich sagen, es war ein wirklich tolles Abenteuer mit wundervollen Erfahrungen, Menschen, Tieren u.v.m.


Ich liebe Borneo und Kuching. Die Leute sind unwahrscheinlich freundlich und hilfsbereit und vor allem muss man sich erstmal daran gewöhnen, wenn man nach der Herkunft gefragt wird, dass nicht gleich eine Verkaufsidee dahinter steckt, sondern die Menschen wirklich an dir als Person interessiert sind. Hier ist man weit weg von Kommerz und Touriabzocke sondern viel näher an Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und Interesse. Wir waren schon in vielen Ländern, aber es ist das erste Mal, dass man das Gefühl bekommt, nicht als potentieller Geldautomat gesehen zu werden. 


Mit reichlich Verspätung, da unser Flug gecancelt wurde, kamen wir in Kuching an. Am Abend gingen wir zur Waterfront, welche voll von Lichtern in vielen Farben leuchtete. Außerdem aßen wir hier die beste Lacksa Malaysias, bis wir am nächsten Morgen die von Moi probierten.


Da wir für unsere weiteren Unternehmugen noch die richtige Kleidung benötigten, führen wir am nächsten Tag erstmal in eine riesige Mall. Dort fanden wir nach einiger Suche und inkompetentem Personal doch noch die richtige Hose zum Wandern in tropischen Gebieten. Gar nicht so einfach hier etwas zu finden. 


Den restlichen Tag gammeln wir ein wenig herum, und gingen früh schlafen. Am nächsten Tag sollte es in früher Morgenstunde los gehen, da wird dem Semenggoh Wildlife Center einen Besuch erstatten wollten. Doch das frühe Aufstehen zahlte sich nicht aus, denn es regnete in Strömen. Da Orang Utans mit unserer DNA zu 96,4% übereinstimmt, haben auch sie wenig Lust ihre Nahrung bei Regenschauer zu sich zu nehmen. Oder sich überhaupt unter freier Fläche draußen aufzuhalten. In dem Rehabiltationscenter gibt es zwei Fütterungszeiten. Die eine morgens um 9Uhr, die andere nachmittags gegen 15Uhr. Es ist nicht gesagt, dass die Tiere zu den Fütterungen erscheinen, denn sie sollen sich in erster Linie im Dschungel selbst versorgen, doch zu diesem Zeitpunkt begann die Trockenzeit. Es ist also immer schwieriger Nahrung im Dschungel zu finden. Daher kommen die Orang Utans schon eher zu den Fütterungen. Viele Tiere wurden von Einheimischen als Haustiere gehalten, so dass sie sich an das wilde Leben in Freiheit gewöhnen müssen. 


Da in Malaysia viel Dschungel zu Gunsten von riesigen Palmplantagen weichen muss, fehlt den Tieren der Lebensraum. Auch auf Grund von dieser Tatsache, sind die Tiere immer mehr vom Aussterben bedroht und finden sowohl hier, als auch in Sepilok eine super Auffangstation.


Wir trafen genau die richtige Entscheidung erst später zu fahren, da sich morgens ausschließlich zwei der großen Kuscheltieren blicken ließen. Wir hatten mal wieder Glück und bekamen sechs, inklusive Baby zu sehen. Außerdem zeigte sich Richy "the big one".  Wenn er kommt, muss man kurzfristig die Anlage verlassen, da er unberechenbar ist und über Kräfte von etwa 10 ausgewachsenen Männern verfügt. Wenn er schlechte Laune hat, sollte man ihm wohl eher nicht zu nahe treten. Die Pfleger durcheinander ihn auf Grund des Artenschutzes nicht töten, sondern bloß betäuben und dann kann es eventuell schon zu spät sein.


Wir hatten Glück. Er kam, war lässig und entspannt, poste vor sei er Mahlzeit kurz für die Kamera und ließ sich dann genüßlich die Bananen und Ananas schmecken. 


Das Wildlife Center war super toll. Man kommt den Tieren unheimlich nah, ganz ohne Absperrung oder Glasscheibe. Sie klettern wild über einen her, laufen vor einem herum und scheinen, wie Richy, ab und zu für ein Schnappschuss zu posieren. Dabei schauen Sie einem direkt in die Linse. Smarte, tolle Tiere, die auf einem guten Weg sind, sich im Dschungel selber zurecht zu finden.


In dem Center gibt es im Übrigen auch Krokodile, zum Glück aber hinter Glas. Denen möchte ich ungerne auf einem Meter ohne Absperrung begegnen.


Mit vielen tollen Eindrücken und vor allem Fotos, ging es zurück zu Moi und am nächsten Tag nach Bako, einem Nationalpark, am Meer gelegen. Neue Eindrücke warten auf uns.

Orang Utans im Semenggoh Wildlife Center
Orang Utans im Semenggoh Wildlife Center
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Perhentian Kecil - Traumstrand zum Entspannen

Traumstrand der Insel Perhentian Kecil
Traumstrand der Insel Perhentian Kecil

Ein Ort zum Entspannen

Die Weiterreise zu den Perhentians war eine einzige Tortur. Man sagte uns, für die Fahrt benötigte man etwa fünf Stunden. Das war eine glatte Lüge und eine bewusste Täuschung, denn alle Leute, mit der gleichen Route, berichteten das Gleiche. 


Morgens um 8 Uhr sollte es los gehen. Wir fuhren einen riesen Umweg, um zwei andere Reisende vom Tama Negara abzuholen und wechselten zwischenzeitlich den Bus. In einem engen und heißen Minivan ging es 8 Stunden bis zum Pier, wo unsere Fähre los fahren sollte. 


Um halb fünf sollte diese starten, gegen 18 Uhr fuhren wir wirklich weiter. Um halb 8 Kamen wir auf der Insel Perhentian Kecil an und mussten uns auf die Suche nach einer Unterkunft begeben. Wir hatten einen groben Plan und fanden recht schnell das Tropicana Inn. Ein wenig teurer,  aber durchaus erschwinglich. 


Wir hatten auf der Reise Kilian und Konrad kennen gelernt,  mit denen wir essen gingen und die Anfahrt mit Rum und Cola celebrierten. Da Bier in Malaysia recht teuer ist, mussten wir auf Rum umsteigen. 


Den nächsten Tag verbrachten wir am Strand, in dem schönen satten Türkis ließ es sich super schwimmen. Der weiße Sand leuchtet so sehr in der Sonne, ein wunderschönes Naturereigniss!


Abends trafen wir auf Jeanny. Sie hatte David im Schlepptau,  ein Reisender, der seit sechs Jahren durch die Weltgeschichte tingelt. Er schreibt ebenfalls einen Blog, wer interessiert ist, kann gerne mal ein bisschen stöbern. 


Www.davidcdagley.blogspit.com


Ein sehr interessanter Mann mit vielen tollen Geschichten. Wir verbrachten den Abend in einer großen Gruppe beim Essen und später in einer Bar am Strand. Um halb 4Uhr morgens wurde uns die Sitzgelegenheit unterm Hintern weg geklaut. Aber irgendwann muss man ja mal schlafen. 


Am nächsten Tag fiel unser Schnorcheltrip wegen schlechtem Wetter aus. Dies kam uns ganz gelegen, da wir ein bisschen müde waren. So schliefen wir in dem wunderbaren weißen Sand bei Wellenrauschen und chilliger Musik im Hintergrund am Strand. Abends gab es in der Ombak Bar Openair Kino mit dem Film Heart of Sea. Die Potato Wedges sind dort sehr zu empfehlen. Die Atmosphäre ist super schön unter den Sternen, es ist warm und die Sitzgelegenheiten bieten richtiges Wohlfühlfeeling. Da Jeanny und einige andere abgereist waren,  verbrachten wir den Abend alleine.


Am nächsten Morgen saßen schon Daphne und Ewilin, auch aus den Camerons, in unserem Hotel und schlossen sich spontan unserer Schnorcheltour an. Wir verbrachten den Tag gemeinsam auf dem Boot und später erneut im Openair Kino. Filme gucken war auch mal wieder ganz nett nach so langer Zeit ohne TV. Klar hat man oft Fernseher auf den Zimmern, aber die nutzten wir nie.


Den letzten Tag verbrachten wir mal wieder am Strand und stiegen abends auf den View Point hinauf. Von dort ist die Aussicht wirklich toll,  allerdings ausschließlich auf den Nordteil der Insel. Sehr erschreckend ist, dass auf der gesamten Insel der Strom durch laute, Benzin fressen und Abgas erzeugen Gerneratoren produziert wird. Auf dem View Post stehen Windmühlen und ein ganzes Feld an Solartechnick. Alles ungenutzt und nicht mehr angeschlossen. Teilweise sogar sehr verwittert. Es ist so viel umweltschonender und keiner weiß, warum diese Energiequellen brach liegen. Was für eine Verschwendung und Verletzung der Natur. 


Auf unserer Reise, vor allem durch Asien, sieht man immer wieder, welche Probleme es mit Müll und Verschmutzung gibt. Die Einheimischen schmeißen alles auf den Boden und die Touris lassen abends ihre Dosen am Strand stehen, inklusive Zigaretten im Sand. Ich persönlich möchte nicht in den vom Wind weggewehten Dosen schwimmen und mich nicht am nächsten Tag in die Zigaretten legen. Wenn schon die Einheimischen kein Bewusstsein dafür haben, sollte man als Besucher mit seinem Wissen und seiner Bildung zumindest seinen Scheiß weg räumen. 


Fünf Nächte hatten wir auf der Insel. Perfekt zum ausspannen in schönen Umgebung. Perhentians kann ich auf jeden Fall weiter empfehlen. Es gibt zwei Inseln der Perhentian Gruppe. Die eine ist größer uns heißt Perhentian Bersar und unsere Kleine Perhentian Kecil. Die große Insel ist wohl eher für ältere Leute, zumindest haben das die Jenigen berichtet, die dort gewesen sind. Um 8 Uhr abends werden die Bürgersteige hochgeklappt,  oder der Sand eingesammelt, was eben da ist.


Am nächsten Tag sollte unser Borneo Abenteuer auf uns warten. Mit Orang Utans und vielem mehr! Wir sind so gespannt! 

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Cameron Highlands - Teeplantagen

Cameron Highlands,  Boh Tea Plantage
Cameron Highlands, Boh Tea Plantage

Teeplantagen in den Camerons


Mit vier Stündigen Verspätung,  kamen wir endlich an. Schon auf dem Weg in die Highlands konnte man sehen, wie sich die Vegetation veränderte. Es wurde schlagartig kälter, Palmen wichen dem Regenwald und ringsherum waren die Straßen von saftigem Grün umgeben. Endlich mal nicht schwitzen. 


Wir hatten uns nach viel Sucherei im Travelers Inn eingemietet und hatten dort ein echt schönes Zimmer mit Balkon. Die Atmosphäre ist super angenehm und man lernt viele nette Leute kennen. Es gibt sowohl Dorms, als auch Privatzimmer und für die Camerons sogar recht günstig. Da es wohl im Lonely Planet steht, ist es ratsam vorzubuchen, denn es ist oft sehr schnell ausgebucht. Wir buchten direkt für den nächsten Tag eine ganztägige Tour und gingen abends gemütlich indisch essen.


Am nächsten Morgen sprach uns im Supermarkt eine deutsche junge Frau an, die genau wie wir noch Wasser kaufen wollte. Uns siehe da, sie saß im gleichen Jeap, um mit uns die Tour in den Highlands zu starten. So lernten wir Jeanny kennen.


Zunächst fuhren wir zu den noch im Nebel gelegenen Tee Plantagen. Dadurch, dass es noch früh war und die Sonne noch nicht hoch stand wirkte das dunkle Grün der Plantage, inklusive Nebel und dem tief einstrahlenden Licht, mystisch und verzaubernd. Unser Guide ließ und an einer Stelle heraus, so dass wir ein wenig durch Plantagen laufen konnten. Später sammelte er uns wieder ein, um uns auf den höchsten Berg der Umgebung zu bringen. Das war eher unspektakulär, aber ganz nett. 


Nach der Aussichtsplattform ging es in den Mossy Forst, in dem die Bäume tatsächlich über und über mit Moos bedeckt sind. Das sieht sehr beeindruckend aus! Unser Guide erkläre uns viel, wir sahen fleischfressende Kannenpflanzen und uns wurden Blätter zum Probieren gegeben. Was das wohl war. Zunächst zerrieben wir die Blätter und der Geruch war so intensiv süß und vor allem bekannt. Beim Probieren wurde klar, es handelt sich um Zimt. Wer hätte das gedacht und Naturerlebnis pur. Super spannend. 


Mittags ging es wieder Richtung Tee Plantage, allerdings ist diese so riesig, dass man dort einige Weile entlang fahren kann. Wir fuhren zu Boh Tea, wo man eine kleine Fabrik anschauen, sich einen Werbefilm zu Gemüte führen und an einer Aussichtsplattform einen Tee zu sich nehmen konnte. Inzwischen war das Grün der Plantage durch die hochstehende Sonne unglaublich saftig und leuchtend. 

Das war auch schon das Highlight der Tour. Den Rest hätte man sich sparen können.


Es ging außerdem zu einer Schmetterlingsfarm, einer Erdbeerfarm, einem local Market, bestehen aus drei Ständen und einem Kaktuspoint, was aber alles eher wie ein Großmarkt aussah. 


Die Halbtagestour ist genau ohne diesen ganzen unsinnigen Kram. Dadurch, dass wir so gute Gesellschaft hatten und den ganzen Tag nur noch quatschend durch die Gegend liefen, als uns den Unsinn anzuschauen, war es einfach schön Zeit mit einander zu verbringen. 


Und weil es so schön war,  trafen wir uns abends alle zum Essen wieder. Da wir die einzigen waren, die zwei Nächte blieben, hieß es erstmal wieder verabschieden. Vor allem hofften wir Jeanny,  Sack und Landra nochmal wieder zu sehen. Das Kanadische Pärchen ist ebenfalls länger unterwegs und haben noch etwa drei Monate vor sich.


Am nächsten Tag liefen wir an der Staße entlang 6km zur nächsten Teeplantage. Die war zwar nicht so schön wie die andere, aber auch ganz nett. Eigentlich waren wir auf der Suche nach einen Dschungel Trail, aber den gibt es anscheinend nicht mehr. Trail 1- 5 sind noch sehr belebt und man kann tolle Touren laufen, unser Trail 13 war zwar ausgeschildert, verlief allerdings ins Nichts. Also sollten wir den ganzen Weg wieder zu unserem Hotel hoch laufen müssen. 


Vorher hatten uns andere Reisende erzählt, dass es in Malaysia wahnsinnig einfach wäre zu trampen, also wollten wir unser Glück versuchen. 

Wir gingen die Straße entlang und hielten die Hand heraus. Und siehe da, der dritte Wagen hielt direkt an. Ein sehr nobler Malaye, welcher eine englische CD hörte, wie man viel Geld verdient. Er fuhr uns bis zu unserem Hotel und da er sehr Fußballbegeistert ist, freute er sich zwei Deutsche fahren zu können. Sehr witzig und eine ganz neue Erfahrung. Das erste mal Trampen. Zwar nur 8km, aber hey, das zählt. 

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Penang - Streetart vom Allerfeinsten

Eine Stadt für Kunstliebhaber

Streetart in Penang
Streetart in Penang

In Penang gibt es einiges zu erleben und erkunden. Es ist die perfekte Mischung aus allem. Kultur, Siehtseeing, Badeurlaub, entdecken und wandern. 

Im Norden gibt es in Ferrringhi einen Badeort, den wir jedoch nicht besucht haben. Er wird überall angepriesen als der Strand schlechthin, wenn man sich jedoch die Wasserqualität um Penang anschaut,  inklusive Müllproblem und mit Einheimischen über das Baden auf dieser Seite spricht, wird einem schnell klar, dass man dort nicht baden möchte. Um Penang riecht es an der Küste oft sehr streng und ich persönlich möchte in dieses Wasser nicht eintauchen. Das muss am Ende wie immer jeder für sich selber entscheiden und austesten. 

Das gleiche wie für Penang soll für die nächstgelegene Insel Langkawi gelten. Von vielen wird sie im Internet und auf Blogs als die Trauminsel angepriesen, doch auch hier berichten Einheimische das Gegenteil. Wir entschieden uns, das Badevergnügen zu vertagen. 

Für Kulturelles sorgt der Kek Lok Si Tempel und George Town als alte englische Kolonialstadt. Beides ist auf jeden Fall ein Besuch wert. George Town hat mich wahnsinnig beeindruckt. Es gibt zur Freude des Geldbeutels, einen kostenfreien Bus in der Altstadt. Der Cat Bus kurvt durch einige Ecken George Towns und eine Map mit den Haltestellen ist easy im Internet zu finden. In Penang gibt es außerdem mal wieder Hopp-on Hopp-off. Dieser Bus fährt alle wichtigen Sehenswürdigkeiten ab. Es gibt zwei Stecken. Die eine Strecke grast den Badebereich im Norden ab, die andere führt zu den Penang Hills, wo man gut wandern kann (vorsichtig vor angriffswütigen Affen), zum Kek Lok si Tempel und Richtung George Town. 

George Town ist für seine Streetart bekannt. Es gibt eine Map, auf der alle künstlerischen Werke festgehalten sind und die man perfekt abgehen kann. Über einen Jungen auf einem Motorrad, mit echtem Motorrad, zu einer riesigen Katze, bis hin zu Kindern auf echten Schaukeln, findet man jede Menge Kunst zum mitmachen und zum selber Kunstwerk werden. Wir liefen die Strecke ab und es machte richtig Spaß, die Bilder zu suchen und zu entdecken. Einige sind ganz schön versteckt und man stolpert eher zufällig darüber. 

An der Westküste gibt es einen Pier gebaut auf uralten Stelzen. Die Leute haben dort teilweise riesige Wohnungen für die ganze Familie und man kann hier viele Ecken und Nebengassen erforschen. Total spannend, aber auch stinkend.

Ein Muss in Penang ist das Museum Time Tunnel. Es sorgt für Informationen über die Geschichte Penangs, aber auch für jede Menge Spaß auf der oberen Etage, mit Kunst und Bildeffekten. Wenn man eine Stunde vor der Schließung kommt, ist man fast alleine und die Mitarbeiter nehmen sich richtig viel Zeit für gemeinsame Kunstprojekte. Man darf hier Darsteller sein und wird mal wieder Teil der Kunst. Es hat riesig Spaß gemacht und die Bilder sind gigantisch!

Die Stadt sorgt für kulinarischen Hochgenuss. Überall bekommt man für kleines Geld leckeres Essen. Direkt hinter unserem Hotel befand sich das Red Garden Paradies, ein Food Court vom Allerfeinsten. Hier gibt es die beste Laksa der Stadt und neben Nasi Lemak, Suppen, Dumplings und so ziemlich alles was die asiatische Küche hergibt. 

Wir waren dort jeden Abend essen und sehr zu empfehlen ist der Lime Juice. Es gab Live Musik, mal einheimisch, mal englisch, aber egal auf welcher Sprache, die Künstler hatten eine wahnsinns Stimme. 


Wenn man aus Penang weiter fahren möchte, ist Busfahren eine gute Alternative. Am Komtar Busbahnhof gibt es einige Argenturen, die eine Weiterreise anbieten. Unter keinen Umständen sollte man das Unternehmen ganz rechts nehmen,  da diese am schlechtesten im Internet bewertet sind und wir das direkt in voller Breite zu spüren bekamen.


Wir waren morgens um halb 9 vor Ort, um den Bus um 9.15 Uhr zu nehmen. Um 9 Uhr bekamen wir gesagt, dass unser Bus kaputt sei und wir erst um 12.30 fahren können. Wir sollten unsere Sachen hier lassen und raus gehen. Die Malls machten allerdings erst um 10 Uhr auf und mir ging es ziemlich bescheiden, da ich immer noch Durchfall von einer Suppe aus Kuala Lumpur hatte. Quasi beschissene Situation. 

Es wäre auch schön gewesen, wenn wir um 12.30 hätten fahren können. Das Ende vom Lied war, dass wir um 13 Und abgeholt wurden, um den 20 Minuten entfernten eigentlichen Bahnhof anzusteuern und dort gegen 14 Uhr zu starten. Die ältere Dame in der Argentur war obendrein super unfreundlich und während wir drinnen saßen kam eine weitere Gruppe herein, die mit diesem Unternehmen Schwierigkeiten hatte. 

Wir vermuten, da wir nur drei Leute waren, dass der Bus nicht kaputt war, sondern dies als Vorwand vorgebracht wurde, um nicht drei Leute kutschieren zu müssen. Wir waren in Malaysia mit dem Transportmittel nicht ganz so glücklich, wie in anderen Ländern. 


Übrigens eine gute Fortbewegungsart in vielen Ländern ist Uber. Das schöne ist, es ist billiger als normale Taxen und man braucht kein Bargeld oder Trinkgeld geben. Es wird von der Kreditkarte abgebucht und ist sehr sicher, selbst in zweifelhaften Gegenden. Bisher hatten wir immer Glück und sind in richtig fetten Karren gefahren.

In Deutschland ist es, so viel ich weiß illegal, wird aber trotzdem weiter betrieben, da die Strafen für das Unternehmen geringer ist, als die Einnahmen. 

In Penang haben wir Uber benutzt, um zu einer Abgelegenen Mall zu fahren, da unser Tablet den Geist aufgegeben hat und wir einen Samsung Store aufsuchen wollten. Leider ohne Erfolg und so tippe ich weiter fleißig meine Texte auf dem Handy. T9 macht mich wahnsinnig, aber ohne dauert es noch viel länger. Da wird aus Nebengassen mal eben Nebenkosten und sorgt beim Lesen für ein wenig Verwirrung. 

Bildeffekten im Time Tunnel - Penang
Bildeffekten im Time Tunnel - Penang
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Kuala Lumpur - modern und fortschrittlich

Schickes Kuala Lumpur

KL Tower
KL Tower

Anfahrt nach Kuala Lumpur (KL)

In Malaysia einreisen ist als Deutscher super einfach. Man kommt am Flughafen an, muss keine lästigen Blätter im Flugzeug ausfüllen (was geht die Leute auch mein Beruf an), sondern geht direkt zum Schalter, um seinen neuen Stempel im Empfang zu nehmen. 


Am Flughafen wollten wir erst einmal etwas essen, da unser Hotel nicht gewillt war, uns trotz inklusivem Frühstück, abends vor der Anreise ein Sandwich zuzubereiten. Also kamen wir mittags halb verhungert am Flughafen an und setzten uns gemütlich in ein nettes Fast Food Restaurant. Dort hatten wir Internet und konnten recherchieren, wie man vom Flughafen nach Downtown gelangt.. 


Es gibt einen Zug, welcher etwa 30 Ringit pro Person kostet (45 RM sind etwa 10€). Desweiteren fahren Busse, welche genauso schnell sind, wie das überteuerte Taxi und man zahlt etwa die Hälfte des Zugtickets. Die Haltestelle ist im gesamten Flughafenbeteich ausgeschildert, so dass man den Bus nicht verfehlen kann.

Von dort aus fuhren wir etwa 45Min. bis zur Sentral Station (sie wird tatsächlich "S" geschrieben), von welcher es mit dem Taxi weiter zum Guesthouse ging. 


In KL lohnt es sich, außerhalb des Flughafens, das Taxi als Transportmittel zu nutzen. Vor allem wenn man zweit unterwegs ist. Es gibt zwei verschiedene Taxen. Die Blauen und die Rot - Gelben. Die Blauen starten bei 6RM und steigen je Km um 0,2RM. Die anderen kosten genau die Hälfte. Also, immer nach den Rot - Gelben Taxen Ausschau halten. Viele Taxifahrer wollen einen mit Taximeter nicht mitnehmen, man wartet jedoch nie länger als fünf Minuten auf ein solches Taxi.


Wir kamen mittags in unserem Guesthouse an und hatten, entgegen unserer "1 - Nacht - Philosophie", drei Nächte im Voraus gebucht. Das Guesthouse hatte Top Bewertungen, auf die ich seit dem nichts mehr gebe.


Das Zimmer war schön eingerichtet, aber total dreckig. Haare im Bett, tote Kakerlaken mit Kaugummis im Fenster, alle Spiegel fast bis zur Unkenntlichkeit verschmiert und Schimmel im Bad. Wir haben schon in den verschiedensten Dreckslöchern geschlafen, aber für den Preis und unter den Voraussetzungen, war ich nicht bereit dies so hinzunehmen. Ich holte den Rezeptionisten dazu und zeigte ihm das Desaster. Er entschuldige sich vielmals und ließ das Zimmer, während wir die Stadt besichtigten, blitze blank putzen. Danach war es gut, nur Schimmel ist eben Schimmel. Da wir uns, wie wir dachten, nicht allzu viel im Bad aufhalten wurden, sollte es gehen.

Siehtseeing in KL

Kuala Lumpur ist eine hoch moderne Stadt, der es an nichts fehlt. Sie verfügt über eine stylische Skybahn, vielen tolle Hochhäusern, hochmoderne Malls, viel Abwechslung, integrierte natürliche Ressourcen und durch den stetigen Wandel über viele Baustellen. Eine wahnsinns Stadt. 


Der KL Tower und die Petronas Tower waren zu Fuß etwas eine viertel Stunde von unserem Guesthouse entfernt. Grundsätzlich ist alles sehr nah beieinander, so dass man vieles zu Fuß bewältigen kann. Wir machten uns auf unseren Weg um beides zu besichtigen. Besonders beeindruckend fand ich die Petronas Towers. Wir sind nicht hoch gefahren, denn wir hatten gelesen, dass sich die Aussicht von dort nicht lohnt. Umgeben von Hochhäusern, wird die Sicht sehr verdeckt. Also recherchiert wir für den nächsten Tag, von wo aus man eine gute und günstige Aussicht hat.


Doch erstmal verbrachten wir den Abend in China Town in der Petalling Street, einer Shoppingstraße im asiatischen Sinne. Cheape Taschen und Uhren werden einem von handelwütigen Indern quasi aufgedrängt. Nach dem Getümmel aßen wir Nudelsuppe am Straßenrand. Später nahmen wir von dort ein Taxi zurück, um in unser frisch geputztes Zimmer erneut einzuziehen. 


Am nächsten Tag machten wir eine Hopp-on Hopp-off Tour und die war wirklich interessant. Von Little India, zur Nationalmoschee,  dem Central Market der riesen Mall Pavillon, bis hin zum Mardeka Square mit der riesigen Fahne, sahen wir an einem Tag wahnsinnig viel.

An der Nationalmoschee gibt es ein islamisches Kunstmuseum, was definitiv ein Besuch wert ist. Dort verbrachten wir rund zwei Stunden und schauten uns die Geschichte des Islams in Malaysia an.


Abends ging es erneut zu dem Petronas Tower und liefen von dort aus zur Heli Bar.

Das ist eigentlich ein Hubschrauberlandeplatz, welcher abends zu einer Bar umfunktioniert wird. Man muss einen Drink kaufen, um auf die Plattform zu gelangen, doch mit 8€ pro Cocktail, ist es immer noch billiger, als alle anderen Aussichtspunkte. Oder man macht es wie Jeanny,  eine Reisende aus dem Camerons und crasht einfach ein Hotel im 36. Stock. 


Für uns hat sich die Heli Bar (http://www.timeout.com/kuala-lumpur/bars-and-pubs/heli-lounge-bar) auf jeden Fall gelohnt. 

Wir liefen von dort zum Guesthouse und stolperte durch Zufall über die Jalan Alor, eine Straße mit chinesischen Touch, Lampions und jede Menge Essen. Auch wenn es nach Streetfood aussieht, ist es das nicht. Man zahlt hier im Verhältnis relativ viel und die Mitarbeiter der Restaurants sind sehr penetrant. 

Fahrt nach Penang

Am nächsten Tag wollten wir nach Penang, weil George Town, als alte englische Kolonialstadt, so toll sein soll.

Im Reiseführer steht, dass man ab der Pudu Bus Station abfährt. Wir fuhren also dort hin und wurden direkt auf der Straße angesprochen, wohin es gehen sollte. Mir schien es nicht ganz seriös und mein Bauchgefühl bestätigte mich. Wir gingen dem Typen dennoch hinterher und er brachte uns zu einem Ticketcounter. Dort sollten die Tickets rund 10RM mehr pro Person kosten, als wir eigentlich gelesen hatten. Die unfreundliche Frau hinterm Schalter versuchte uns dazu zu drängeln, die Tickets sofort zu kaufen, der Bus würde gleich los fahren. Doch wir drehten um und gingen zu der 100m weit entfernten Busstation. Dort fragten wir die Damen hinterm Schalter nach dem Bus, welche uns versicherten, dass von Pudu aus keine Busse mehr fuhren. Mann müsste mit der Metro ein bisschen weiter außerhalb fahren zur Salak Selatan Station. Das ist ein riesiger Busbahnhof, wo im halb Stunden Takt Busse nach Penang fahren und wir sicher und 10 RM günstiger los fahren konnten. Wir vermuten, dass dieses Unternehmen zu dem letzt genannten Bahnhof fährt, um dort die Kunden in die eigentlichen Busse zu verfrachten. Aber das wäre für 10RM mehr total überteuert. Man muss nicht jeden sein Geld hinterher schmeißen, nur weil man keine Ahnung hat. Mich nervt an vielen Städten sehr, dass man oft das Gefühl hat, übers Ohr gehauen zu werden.  Auf nach Penang!

Petronas Tower
Petronas Tower
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